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   vom 24.11.2004
in Neheim-Hüsten
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Am 24.11.2004 fand wieder die turnusmäßige Delegiertenversammlung unseres Verbandes in der Gaststätte „Rodelhaus“ in Neheim-Hüsten statt. Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung stand die Diskussion mit Vertretern der Krankenkassen über die nach wie vor bestehenden Probleme, die das Gesundheitsmodernisierungsgesetz geschaffen hat. Als Gäste durften wir Frau Iris Glarner vom Verband der Angestellten-Krankenkassen sowie Herrn Paul Großewinkelmann von der AOK Westfalen-Lippe, Regionaldirektion Gütersloh, Bielefeld begrüßen.

 Die Delegiertenversammlung 2004

Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden des Verbandes, Herrn Franz-Willy Hille, wurden zunächst die üblichen Regularien abgewickelt. Danach richtete der Geschäftsführer des Verbandes, Herr Friedhelm Herwig, einige, für die Diskussion mit den Kassenvertretern, einleitende Worte an die Delegierten. Diese Veranstaltung solle unter anderem dazu dienen, die Alltagsprobleme der Unternehmer mit dem neuen Gesetz den Kassenvertretern mit der Bitte kundzutun, die gravierenden Dinge innerhalb der zuständigen Gremien der Krankenkassen noch einmal zu erörtern und nach Problemlösungen zu suchen. Andererseits solle aber auch den Kassenvertretern die Möglichkeit eingeräumt werden, einmal aus ihrer Sicht zu schildern, wo ihre Probleme bei der Umsetzung der neuen Bestimmungen liegen und welche Grenzen bezüglich der Lösung einzelner Fragestellungen für sie bestehen.

Ein knappes Jahr nach der Jahreshauptversammlung, auf der erstmals ausgiebig über die möglichen Konsequenzen dieses Gesetzes gesprochen wurde und der anwesende Kassenvertreter in vielen Punkten nur Vermutungen anstellen konnte, da bestimmte Dinge noch nicht klar geregelt waren, ist es dem Geschäftsführer ein persönliches Anliegen sich noch einmal intensiv mit diesem Thema zu befassen.

Als eines der größten Probleme nannte Herr Herwig die Tatsache, dass die einzelnen Krankenkassenarten es auf höchster Ebene immer noch nicht geschafft haben, zu kassenartenübergreifenden Regelungen zu gelangen. Die Unternehmen wissen zum Teil nicht mehr, wo sie dran sind. Dies beginnt bei der Frage nach den Zuzahlungen bei Strahlen- und Chemobehandlungen und endet bei dem Problem der vorherigen Genehmigung von Krankenfahrten.

Die anwesenden Delegierten diskutierten anschließend mit Frau Glarner und Herrn Großewinkelmann die folgenden Probleme:

  • mögliche Erleichterungen für die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen
     

  • Schwierigkeiten bei der Berechnung des 10 %-igen Eigenanteils
     

  • auftretende Abrechnungsprobleme in den Fällen, in denen eine geplante stationäre Behandlung nicht zustande kommt bzw. nicht durchgeführt wurde
     

  • korrektes Ausstellen von Transportscheinen durch die Ärzteschaft
     

  • die Probleme des neuen Krankentransportscheins
     

  • Abrechnung der kürzesten Fahrstrecke
     

  • Berücksichtigung des Faktors Zeit bei der Abrechnung der kürzesten Fahrstrecke
     

  • Schwierigkeiten mit Abrechnungsstellen (z. B. DDG)
     

  • zukünftige Entwicklung der Vergütungssätze
     

  • Ausschreibung von Krankenfahrten

Nach ausgiebiger Diskussion wies der Geschäftsführer abschließend auf Hartz IV hin und nahm den Anwesenden die Hoffnung, ab dem kommenden Jahr auf die sogenannten 1- bzw. 2-Euro-Kräfte zurückgreifen zu können. Laut Aussage der verantwortlichen Politiker können Langzeitarbeitslose in diesem Bereich nur für Arbeiten herangezogen werden, die dem Allgemeinwohl dienen. In den Genuss solcher Arbeitskräfte werden vermutlich Alten- und Pflegeheime sowie die Freiwilligen Hilfsorganisationen kommen.

Die Delegiertenversammlung 2004

 

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