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vom 20.11.2002
in Neheim-Hüsten
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Wappen von NRW
 

Am 20.11.2002 fand in Neheim-Hüsten die turnusmäßige Sitzung der Delegierten unseres Verbandes statt. Zunächst informierten der Geschäftsführer des Verbandes, Herr Friedhelm Herwig, und das Vorstandsmitglied Franz-Willy Hille die Anwesenden über den Stand der Dinge im Arbeitskreis „Qualitätsverbesserung im Taxigewerbe“. Vorrangig werden hier zwei Themen vorangetrieben. Zum einen geht es um das Seminarangebot für unsere Mitgliedsbetriebe in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk Verkehrsgewerbe in Münster. Nachdem das Seminar „Die Neuregelung der 325-Euro-Beschäftigungsverhältnisse“ von unseren Mitgliedern gut angenommen wurde, sind von uns nach vorheriger Befragung unserer Mitgliedsbetriebe in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk die Seminare „Arbeitsrecht“ und „Kostenrechnung und Kalkulation von Leistungen im Taxi-/Mietwagenverkehr“ in das Angebot aufgenommen worden. Das Seminar „Arbeitsrecht“ findet am 23.11.2002 in Dortmund statt. Leider musste das Kostenrechnungsseminar wegen der Terminkollision mit der Europäischen Taximesse in Köln auf den 15. und 22.03.2003 verschoben werden. Die Ausschreibungsunterlagen zu diesem Seminar werden mit der Januar-Ausgabe des Verbandsheftes versendet. Im Allgemeinen musste allerdings festgestellt werden, dass nach dem guten Start des Seminarangebotes die Nachfrage an den Seminaren nachgelassen hat. Außerdem wurde von unseren Mitgliedsbetrieben ein Seminar für den Bereich „Marketing“ gewünscht. In Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk und der Industrie- und Handelskammer zu Bochum wird Anfang nächsten Jahres das Projekt „Taxi-Marketing – Märkte, Methoden und Möglichkeiten der Geschäftsentwicklung im Taxi- und Mietwagengewerbe“ für unsere Mitgliedsbetriebe aus den Kammerbezirken Bochum und Dortmund angeboten werden. Inwieweit demnächst eine Ausdehnung auf das gesamte Verbandsgebiet vorgenommen werden kann, bleibt abzuwarten.

Der momentan zweite große Themenkomplex des Arbeitskreises ist die „arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung“ nach dem Arbeitssicherheitsgesetz. Die Berufsgenossenschaft für Fahrzeughaltungen hatte in der Ausgabe 5/2001 ihrer Zeitschrift „Sicherheitspartner“ eine Stellungnahme bezüglich der Beratung und Betreuung in Klein- und Kleinstbetrieben abgegeben. Unter anderem wurde ausgesagt, dass ein Unternehmer auch dann seine Pflicht bezüglich der sicherheitstechnischen Betreuung erfüllt, wenn er sich selbst informiert, arbeits- und verkehrssichere Fahrzeuge zur Verfügung stellt und durch eine Sicherheitsfachkraft oder einen überbetrieblichen Dienst im Zusammenhang mit einem Sicherheitstraining über wichtige sicherheitsrelevante Fragen schulen lässt. Für den Taxi- und Mietwagenbereich wurden explizit richtiges Heben und Tragen, Entspannungsübungen nach langem Sitzen, gesunde Ernährung und Fragen der Konfliktvermeidung beim Umgang mit problematischen Fahrgästen erwähnt. Zwischenzeitlich hatten wir auch Kontakt zu Anbietern von Fahrsicherheitstrainings (ADAC, Verkehrswacht) aufgenommen, um einen generellen Überblick über Umfang, Ablauf und Organisation dieser Sicherheitstrainings zu erhalten. Anfang des Jahres findet nun ein Gespräch zwischen Vertretern unseres Verbandes mit Vertretern der BGF in Hamburg statt, um Klarheit in den gesamten Themenkomplex „arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung“ zu erzielen.

Im Anschluss an die Ausführungen des Geschäftsführers über den Stand der Dinge im Arbeitskreis erteilte der Vorsitzende des Verbandes, Herr Jürgen Drees, den Herren Reinert und Breuer der Straßenverkehrs-Genossenschaft/KRAVAG das Wort, die als Gäste dieser Sitzung beiwohnten. Herr Reinert informierte die Anwesenden sowohl über die Riester-Rente als auch über die mit ihr in Zusammenhang stehenden Alternativen zur betrieblichen Altersvorsorge. Darüber hinaus nahm er ausführlich zu den Vor- und Nachteilen der Riester-Rente sowie der Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds Stellung.

Danach bat der Vorsitzende den Geschäftsführer darum, die Anwesenden kurz über den Stand zu einigen aktuellen gewerbepolitischen Themen zu informieren. Der Geschäftsführer ging hierbei kurz auf den Stand in dem Widerspruchsverfahren vor dem Landessozialgericht bezüglich des Befreiungsausweissystems der AOK ein. Das Landesversicherungsamt geht davon aus, dass der Termin in der ersten Hälfte des kommenden Jahres stattfinden wird. Anschließend berichtete er über den Stand in der Problematik bezüglich des Abschlusses von Vereinbarungen mit den Krankenkassen für den Einsatz von Spezialfahrzeugen (Liegemietwagen). Mit großer Sorge betrachtete er die Entwicklungen bezüglich der nächsten Gesundheitsreform, die nach heutigem Stand ab 2004 greifen soll, und befürchtete, dass die Krankenfahrten demnächst nicht mehr zum Leistungspaket der Krankenkassen zählen werden, was für unser Gewerbe katastrophale Folgen hätte. Abschließend ging er auf die immer weiter um sich greifende Einstellung von Schülerspezialverkehren aufgrund leerer Kassen der Kommunen ein.

Im Anschluss an die Ausführungen des Geschäftsführers begrüßte der Vorsitzende den Vertreter der DaimlerChrysler AG, Herrn Wilhelm, der eigens für diese Veranstaltung von Berlin aus mit dem Flugzeug angereist war. Herr Wilhelm ist seit gut einem Jahr Nachfolger von Herrn Biesenbach. Zunächst stellte sich Herr Wilhelm den Anwesenden einmal persönlich vor, da es seit Übernahme der neuen Aufgabe bei der DaimlerChrysler AG noch keine Möglichkeit für ein Treffen mit unseren Delegierten gegeben hat. Danach ging er auf die Neuerungen ein, die es im Zusammenhang mit Taxi- und Mietwagenfahrzeugen im Hause der DaimlerChrysler AG gibt. Im Anschluss an seine Ausführungen stand Herr Wilhelm den Delegierten Rede und Antwort.

 

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